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Natura 2000

Die Verbreitung von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren aber auch ihre Gefährdung kennen keine politischen Grenzen. Der gemeinsame Schutz von Natur und Umwelt auf internationaler Ebene ist daher unbedingt notwendig. Die Staaten der Europäischen Union haben sich aus diesem Grund mit der Naturschutzkonzeption Natura 2000 die Erhaltung der biologischen Vielfalt und damit die Bewahrung des Naturerbes in Europa für zukünftige Generationen zum Ziel gesetzt.
Natura 2000 ist eine europäische Naturschutzkonzeption auf Grundlage der EG-Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 und der FFH-Richtlinie (Fauna = Tierwelt, Flora = Pflanzenwelt, Habitat = Lebensraum) aus dem Jahr 1992. Die Staaten der Europäischen Union haben sich damit die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa zum Ziel gesetzt und den Aufbau eines zusammenhängenden Netzes europäischer Schutzgebiete beschlossen. Nach Vorgaben der beiden Richtlinien muss jeder Mitgliedstaat daher Gebiete benennen, die für die langfristige Erhaltung von wildlebenden Vogelarten bzw. von europaweit gefährdeten Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten wichtig sind. In Deutschland sind dafür die Bundesländer zuständig. Baden-Württemberg hat Ende 2007 seine Gebietsmeldungen an die EU abgeschlossen. Aktualisierungen bzgl. der Natura 2000-Gebiete erfolgen durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (UVM).

Die Natura 2000-Gebiete »Rammert« und »Mittlerer Rammert« liegen im Landkreis Tübingen und im Zollernalbkreis und erstrecken sich über die Gemeinden Bodelshausen, Dußlingen, Hirrlingen, Ofterdingen, Rottenburg a. N., Tübingen, Hechingen und Rangendingen. Die Gebiete weisen einen großflächigen, zusammenhängenden Waldbestand auf. Daneben prägen große Streuobstwiesen, vereinzelte Kalk-Trockenrasen, Bäche in den Tälern und Kalktuffquellen die Landschaft. Den größten Flächenanteil bei den Lebensraumtypen nehmen die Mageren Flachland-Mähwiesen im Offenland ein. Die bunt blühenden Wiesen mit Arten wie Wiesen-Salbei, Margerite und Wiesen-Bocksbart werden durch eine relativ extensive Nutzung erhalten. Im Wald sind, neben den Auenwäldern mit Erle, Esche und Weide, Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwälder zu finden. Die Gelbbauchunke hat im Rammert einen besonders großen Bestand. Die Art hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Süddeutschland und ist an ihrer schwarz-gelben Bauchunterseite und den herzförmigen Pupillen zu erkennen. Im Wald reichen ihr selbst Pfützen zum Laichen aus. Die Laubwälder und Streuobstwiesen bieten für den Halsbandschnäpper einen Lebensraum. Dem schwarz-weißen Vogel, der gut an seinem breiten, weißen Nackenband zu erkennen ist, steht hier ein vielseitiges Nahrungsangebot an Insekten zur Verfügung. Baden-Württemberg besitzt eine besondere Verantwortung für die Art, da mehr als die Hälfte der bundesdeutschen Halsbandschnäpper-Population hier vorkommt.

 

Die Entwicklung des ländlichen Raums

Die Bertelsmann-Stiftung schreibt: "Die Zukunft der Kommunen und Regionen in unserem Land hängt entscheidend von der Art und Weise ab, wie sie auf die Herausforderungen des demographischen Wandels reagieren. Denn Kommunen und Regionen stehen im Wettbewerb um Einwohner. Bereits heute müssen Städte, Gemeinden und Landkreise die richtigen Weichen für die Zukunft stellen und sich so wichtige Standortvorteile sichern..."

Mit seiner landschaftlich zauberhaften Lage auf der Hochfläche, dem Starzel- und Neckartal vor der Haustür, Blick auf den Hohenzollern, Wald, Wiesen und gesunder Luft ist Frommenhausen ein Ort, in dem es sich gut leben lässt. Auch mit der engagierten Ortschaftsverwaltung und den zahlreichen Vereinsaktivitäten sind in Frommenhausen die Weichen bislang gut gestellt. Für Jung und Alt wird viel getan. Bleibt zu hoffen, dass so wichtige Einrichtungen wie Kindergarten und Bücherei erhalten bleiben können. Sonst wird Frommenhausen über kurz oder lang für Familien uninteressant und zum "schrumpfenden Dorf".