
Ohne Bienen keine Früchte:
»Wenn die Biene
von der Erde verschwindet,
dann hat der Mensch
nur noch 4 Jahre zu leben;
keine Bienen mehr,
keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr,
keine Tiere mehr,
keine Menschen mehr...«
(Albert Einstein)
Die Imkerei hat in Baden-Württemberg traditionell eine große Bedeutung. Sie ist eingebunden in die Bemühungen der baden-württembergischen Land- und Ernährungswirtschaft um die Erzeugung qualitativ hochwertiger und frischer heimischer Nahrungsmittel. Sie trägt außerdem zur Existenzsicherung der in ihrem Bereich tätigen Menschen bei und ist zur Gestaltung und Bewahrung der Kulturlandschaft Baden-Württembergs unentbehrlich.
Allerdings: Die Imker machen sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft Ihres Hobbys oder Haupterwerbs. Die Bienenzüchter sind überaltert. Das Durchschnittsalter liegt in Baden-Württemberg über 60 Jahren. Nachwuchs fehlt. Die Folgen sind fatal: Ohne Bienen keine Früchte! Die Insekten haben eine ganz wichtige Funktion in der Natur. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen insbesondere im Frühjahr. Wenn sich aber keine Imker mehr um die emsigen Insekten kümmern, sehen die Fachleute schwarz für die Zukunft. Massive Ernteausfälle könnten drohen (in den USA ist das bereits der Fall).
Daten und Fakten:
17.000 Imker betreuen ca. 170.000 Bienenvölker. Jedes 5. Bienenvolk steht in Baden-Württemberg. Im Durchschnitt hält jeder Imker etwa 10 Bienenvölker.
Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt derzeit etwa 1,3 kg Honig.
Der in Baden-Württemberg verzehrte Honig stammt zu etwa 30% aus dem Land. 95 % werden direkt an den Verbraucher vermarktet.
Auf ein Bienenvolk entfallen durchschnittlich 21 Hektar (210.000 m2) Landesfläche oder 8,6 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.
Zu einem Bienenvolk gehören eine Königin sowie die Drohnen und Arbeiterinnen.
Die Sprache der Bienen sind der Rundtanz und der Schwänzeltanz.
Etwa 80 % der auf Insektenflug angewiesenen Kulturpflanzen und ein großer Teil der Wildpflanzen werden von Honigbienen bestäubt.
Der Nutzen für die Sicherung der Ernten und die Erhaltung der Wildflora und des Artenreichtums durch die Bestäubungsleistung der Bienen wird auf ein Vielfaches des Honigertrages geschätzt.
Generell wird zwischen Blütenhonig und Honigtauhonig (Blatt-, Tannen-, Fichtenhonig) unterschieden, wobei je nach Zusammensetzung der Bienenweide Misch- oder Sortenhonige entstehen.
Neben Honig sind Wachs, Kauwachs, Pollen, Kittharz und Gelee Royal wichtige Bienenprodukte.
Quellen: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg und Pforzheimer Zeitung.