Im Untergrund von Frommenhausen schlummern - wie im 1,5 km entfernten Steinbruch Bietenhausen - nutzbare Rohstoffe für das Baugewerbe. Der Obere Muschelkalk hat aber auch Bedeutung in der Erdöl und Erdgasindustrie. Glücklicherweise ist jedoch der Muschelkalk hier zu nahe an der Erdoberfläche, wodurch die Steine von Frommenhausen keine eigene Erdöllagerstätte beinhalten, es wird hier keine Erdölförderanlagen geben.
Da die geologischen Strukturen in Frommenhausen aber hervorragend zu studieren sind, gehört der Steinbruch zu einem Netzwerk, in dem Erdölgeologen trainiert werden.
Was schlummert noch im Boden? In einer Erkundungsbohrung wurde 1982 bei der Helenenquelle eine Erkundungsbohrung gemacht, bei der Kohlendioxid im Untergrund angetroffen wurde. Durch die ungünstige Marktsituation muss auch hier keine Förderung befürchtet werden.
Mit dem Abbau von Steinen wurde in Frommenhausen bereits vor dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Inzwischen zeichnet sich nach Protesten aus der Bevölkerung ein Kompromiss ab, sodass im Laufe des nächsten Jahrzehnts der Abbau beendet werden soll und einige für den Abbau vorgesehene Flächen wieder aus dem Raumordnungsverfahren herausgenommen werden sollen.
Einer der vielen Gründe gegen den weiteren Gesteinsabbau ist der Verlust hochwertiger Böden. Angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung ist Frommenhausen unter Umständen irgendwann wieder auf dieses gute Ackerland angewiesen, um sich autark mit Lebensmitteln versorgen zu können. Jeder Hektar fruchtbaren Bodens wird in mittelbarer Zukunft wertvoller denn je.