Auf der Markung Frommenhausen liegen einige vor- und frühgeschichtliche Fundstellen. Es handelt sich um Kulturdenkmale nach §2 des Denkmalschutzgesetzes, die den Schutz des §8 DSchG genießen.
»Bogen
Ausgedehnte Siedlung der Jungsteinzeit (5. - 3. Jhrdt. v. Chr.) mit Scherbenfunden, zahlreichen Feuersteingeräten, Pfeilspitzen und Tonspindelwirteln.
Mit Hausgrundrissen, Gruben, Herdstellen und weiteren Funden aus Knochen, Ton und Stein ist zu rechnen.«
Der archäologische Kenntnisstand basiert auf Funden, die in der Zeit 1909/1910 bis 1930 vom Ackerland abgesammelt wurden (Hermann Stoll, Urgeschichte des Oberen Gäus (Öhringen 1933) 81 Nr. 3). Stoll beschreibt jungsteinzeitliche Siedlungsreste, vor allem Silex- sowie Keramikfunde, die er der Rössener Kultur des fortgechrittenen 5. Jhrdt. v. Chr. zuweist (Quelle: Denkmalpflege, Regierungspräsidium Tübingen).
Ein großer Teil der möglichen Ausgrabungsfläche hat sich inzwischen in Luft aufgelöst (Der Firma Gebrüder Heinz Schotterwerke wurde vom Landratsamt Tübingen am 15.01.1987 auf Antrag vom 08.12.1986 die Teilgenehmigung zum weiteren Abbau von Muschelkalkgestein im Steinbruch auf Gemarkung Frommenhausen u.a. im Gewann Bogen erteilt).
Abb: Stoll, Oberes Gäu, 1933, 81
»Albenloch, Lotschäcker, Schindrain
Verzierte Keramikfunde und Feuersteingeräte lassen auf eine Siedlung der Jungsteinzeit schließen (5. - 3. Jhrdt. v. Chr.).
Mit Hausgrundrissen, Vorratsgruben und sonstigen Siedlungsfunden aus Knochen, Ton und Stein ist zu rechnen.«
»Hanfäcker, Kannengiesser
Fragmente von Tongefässen und zahlreiche Feuersteingeräte, darunter Klingen, Schaber und Bohrer, weisen die Fundstelle als Siedlung der Jungsteinzeit aus (5. - 3. Jhrdt. v. Chr.).
Mit Hausgrundrissen, Vorratsgruben und weiteren Siedlungsfunden aus Knochen, Ton und Stein ist zu rechnen.«
»Hülble, Holderäcker
Mauerreste und Scherbenfunde weisen auf eine Niederlassung der römischen Zeit (1. - 3. Jhrdt. n. Chr.) hin.
Mit weiteren Fundamentmauern, Ziegelbruchstücken und sonstigen Siedlungsfunden aus Ton, Glas, Bronze und Eisen ist zu rechnen.«
Foto: Abt-Harrer
»Zankwald
Reihengräber der Merowingerzeit (6. - 7. Jhrdt. n. Chr.) mit Beigaben (Waffen, Lanzenspitze, Schmuck und Trachtgegenstände).
Mit weiteren Bestattungen in der Umgebung ist zu rechnen.«
Quelle: Archäologisches Fundstellenverzeichnis, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg.
Gesetz zum Schutz der Kulturdenkmale (Denkmalschutzgesetz - DSchG)
Jungsteinzeit in der Wikipedia
Kinderzeitmaschine Zeitdatenbank im »Ein Netz für Kinder«
Literatur Neckar-Alb-Donau (Archäologische Geheimnisse u.a.) von Jürgen Meyer
Vor- und Frühgeschichte in Rottenburg, Zusammenstellung von Joachim Müller, Rottenburg