Handwerkstraditionen

Schwarzwälder PostGrüß Gott die Kunst

1650 erschien in Leipzig die erste Tageszeitung an 6 Tagen in der Woche. 350 Jahre später beginnt – auch durch die Einführung des Internet – das Zeitungssterben.
Die Umsätze der Verlage gehen dramatisch zurück, die Zahl fest angestellter Journalisten sinkt.

Schwarzwälder PostEin Medium mit Vergangenheit und Zukunft dagegen ist die Schwarzwälder Post (Lokalzeitung für die Stadt Zell am Harmersbach und die Gemeinden Oberharmersbach, Biberach und Nordrach), die im Berliner Format (315 470mm) dreimal in der Woche in Zell am Harmersbach mit einer Auflage von 3300 Exemplaren erscheint.
Hier ist ein Familienbetrieb, der Besonderes geschaffen hat. Wahrscheinlich gibt es nirgendwo in Deutschland eine so starke Leserbindung wie in Zell. Dass das Betriebsklima 5 Sterne verdient, sieht man auch gleich. 16 Mitarbeiter sind fest angestellt, eine große Zahl von freiberuflichen Mitarbeitern und fast 50 Zeitungsausträger vervollständigen das Team. So engagieren sich rund 100 Menschen, um die Lokalzeitung am Laufen zu halten.

Wie aktuell das Blatt sein kann, bewiesen die Macher vor kurzem, als ein Blitz in den durch das Guiness Buch der Rekorde bekannten Mammutbaum, den »größten lebenden Weihnachtsbaum Deutschlands« einschlug. Vom Redaktionsfenster aus wurde das traurige Naturschauspiel beobachtet, ein Fotograf und ein Berichterstatter wurden umgehend zu der Sehenswürdigkeit geschickt und – keine 45 Minuten später hatten die Leser das Blatt mit dem Unwetter-Bericht im Briefkasten! Näher am Leser kann keine Zeitung mehr sein.
Nicht nur die absolute Schnelligkeit ist eine Ausnahme in der Zeitungslandschaft, sondern auch das nachmittägliche Erscheinen an nur drei Tagen in der Woche; vor dem Nachmittagskaffee steckt das Blatt – bereits sehnsüchtig erwartet – in den Briefkästen. Jeden Freitag kommt dann noch zusätzlich das gemeinsame Amtsblatt heraus.

Schwarzwälder Post»Mehr als das Gold
hat das Blei die Welt verändert.
Und mehr als das Blei in der Flinte
das Blei im Setzkasten.«
(Georg Christoph Lichtenberg)


Schwarzwälder PostSeit 1897 berichtet die Heimatzeitung für das Harmersbach-, Nordrach- und Kinzigtal. Fast ist man an den Daily Planet aus der TV-Serie »Small Ville« erinnert, wenn man die schönen historischen Redaktionsräume und die Produktionsstätten der Druckerei Fuchs sieht.
Im Kellergewölbe hat Seniorchef Herbert Schwendemann eine über 100-jährige Dokumentation der Schwarzwälder Post zusammengestellt. Herzstück der Sammlung ist die Johannisberg-Druckmaschine von 1903, auf der bis 1977 gedruckt wurde. Gerne empfängt Schwendemann auch Gäste in der »Historischen Buchdruckerei im Gewölbe«.

Öffnungszeiten und Führungen nach Vereinbarung.
Anmeldung unter Telefon 07835 215 oder per E-Mail.

 

 

Die Nürnberger Hausbücher

Das Projekt »Die Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen« erschließt Handwerkerdarstellungen des 15. bis 19. Jahrhunderts in digitaler Form. Die Chroniken zweier Sozialstiftungen des späten Mittelalters erzeugten reiches Bildmaterial. Die Themen, die nun im Internet unter der Adresse nuernberger-hausbuecher.de abgefragt werden können, umfassen: Handwerksberufe, Berufsgruppen, Nachnamen, Arbeitsgeräte, Materialien, Erzeugnisse, Krankheiten. Damit ist die wichtigste Quelle zur Handwerksgeschichte voll erschlossen.

Wie sah es in der Werkstatt eines Harnischpolierers oder eines Drahtziehers aus? Wozu benutzte ein Schuster Schweineborsten und was war eine Karde? Gab es im 17. Jahrhundert weit verbreiteten Alkoholmissbrauch? Auf diese und viele andere Fragen gibt die neue Datenbank mit fast 1200 Handwerkerbildern aus dem 15. -18. Jahrhundert Antwort.
In knapp 18 Monaten haben die Stadtbibliothek Nürnberg und das Germanische Nationalmuseum ihr erstes gemeinsames Projekt abgeschlossen.
Die wertvollsten Handschriften der Stadtbibliothek Nürnberg, die fünfbändigen Hausbücher der Mendelschen und der Landauerschen Zwölfbrüderstiftung, sind vollständig digitalisiert und mit Beschreibungen versehen worden. Bilder und Texte wurden in eine eigens dafür erstellte Datenbank eingebettet, die vom Germanischen Nationalmuseum dauerhaft bereitgehalten wird. Nur dank einer finanziellen Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft konnte das Projekt realisiert werden. 1388 gründete der Patrizier Konrad Mendel d. Ä. ein Zwölfbrüderhaus, um zwölf armen, alten und kranken, aber nicht bettlägerigen Handwerkern einen gut versorgten Lebensabend zu gewähren. Weitere Voraussetzungen zur Aufnahme waren der Nachweis des Nürnberger Bürgerrechts und die Kenntnis bestimmter Gebete. Die Brüder hatten gemeinsam im Stiftungshaus zu leben, eine einheitliche Tracht zu tragen, an Messen und Gebetsstunden teilzunehmen und für den Gründer, seine Nachfolger, den Rat und die Mitbrüder Fürbitte zu halten. Nach Einführung der Reformation bestand die Stiftung bis zur Aufhebung 1807 weiter. Der im Bergbau tätige Unter- nehmer Matthäus Landauer stiftete 1510 eine vergleichbare, ebenfalls bis 1807 bestehende Einrichtung; für die gleichzeitig gegründete Allerheiligen- kapelle lieferte Albrecht Dürer das Altarbild.

 

© 1999 - 2017

 

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