AktuellesApril 2010Besuch der Musikschule aus TutajevWie angekündigt weilt von Freitag, 23. April bis Samstag, 24. April eine Gruppe der Musikschule Tutajev in Waldstetten. Es kommen 24 Jugendliche und 12 Erwachsene. Sie geben am Samstag um 17.00 Uhr in der Alten Turnhalle ein Konzert mit bekannten und weniger bekannten russischen Liedern und Tänzen in den traditionellen folkloristischen Kostümen. Die noch sehr lebendige Erinnerung an frühere Besuche der Künstler aus Tutajev lassen einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend erwarten. Der Förderverein lädt Sie herzlich dazu ein. Der Eintritt ist - wie üblich - frei. Sie dürfen dann nach ausgiebigem Applaus auch mit Spenden die Künstlern unterstützen. Am Freitagabend wird Michael Tschernikov mit seinem Orchester in Waldstetten erwartet. Bürgermeister Rembold begrüßt die Gäste, die nur 24 Stunden bleiben können. Am Samstag Morgen hat Irmhild S. Betz-Haberstock, Vorsitzende des Fördervereins Kinderheim Malachowa, einen Ausflug auf den Rechberg geplant, anschließend gibt es auf den Stollenhof für die russischen Gäste einen kleinen Imbiss. Wer Interesse hat, kann sich anschließen; Treffpunkt ist um 10 Uhr am Parkplatz gegenüber der Schule. Bei schlechtem Wetter bietet Rainer Barth, Vorsitzender des Heimatvereins, eine Führung durch das Museum an. Nicht viel Zeit wird zum Ausruhen bleiben, denn um 17 Uhr beginnt das Konzert in der Alten Turnhalle in Waldstetten. Nach einem gemeinsamen Abendessen reisen die Gäste wieder ab. An dieses Abend ist russische Volksmusik und Klassisches zu hören. Der Eintritt ist frei. Beeindruckend sind die Instrumente, die eine eigene Geschichte haben. Das Gusli zum Beispiel, das virtuos von einer Schülerin der Musikschule gespielt wird, wurde bereits im 6. Jahrhundert in Schriften erwähnt. Es ist ein Zupfinstrument und hatte ursprünglich nur fünf Saiten. Die Weiterentwicklung dieses Instrumentes lässt es heute über drei Oktaven erklingen. Von verschiedenen russischen Komponisten wurde dieses Instrument in die orchestrale Musik aufgenommen und als Hauptinstrument der Kompositionen hervorgehoben. In der klassischen Musik wird der Klangpart von der Harfe übernommen. Ein weitere Instrument des Orchesters ist die Domra. Es gibt dieses Instrument mit drei Saiten, wie die wohlbekannte Balalaika, oder mit vier Saiten, dann ähnelt sie der Mandoline. Die Balalaika gibt es in verschiedenen Größen, die kleine, hell klingende Balalaika, sowie für die tiefen Töne, die Bassbalalaika. Doch Musiker Michael führt nicht nur die russischen Instrumente vor. Seit einigen Jahren gehören auch westeuropäische Instrumente zum Ensemble. Geige und Klavier vereint mit Balalaika, Domra und Knopfakkordeon ergeben einen unvergleichlichen Klang. Jugend-Begegnung verschiedener Kulturen Nachdem deutsche Jugendliche 2009 in Tutajev bei Familien zu Gast waren, soll den russischen Partnern nun durch die Gegeneinladung vom 31.05.2010 bis 15.06.2010 die Möglichkeit gegeben werden, das Leben und den Alltag in deutschen Familien kennenzulernen Es wird für die Jugendlichen aus Tutajev ein besonderes Erlebnis sein, in deutschen Familien eine kurze Zeit ihres Lebens verbringen zu können. Neu geknüpfte Freundschaften werden helfen, im Briefkontakt mit dem fernen Russland einen reflektierten Blick auf das eigene Leben zu werfen. Den ersten Schwerpunkt bildet das Kennenlernen unserer Heimat - der Schwäbischen Alb. Diese abwechslungsreiche Landschaft steht im krassen Gegensatz zum flachen Tiefland an der Wolga mit den weiten Feldern und Nadelwäldern. Aber auch die württembergische Automobil-Industrie soll erkundet werden. Ein Besuch im Daimler-Museum zeigt den Erfindergeist unsrer Heimat, auf den viele Schwaben heimlich stolz sind. Der zweite Schwerpunkt liegt dann im Bereich der Bildung. Es war ein ausdrücklicher Wunsch der russischen Freunde, unser Schulsystem kennenzulernen Es wird spannend für die Jugendlichen sein, Unterricht im Gymnasium oder in einer Realschule zu erleben im Gegensatz zu dem an ihrer Einheitsschule. Das abschließende Highlight des Aufenthaltes wird am letzten Wochenende das 35-jährige Jubiläum der Pfadfinder vom Stamm "Einhorn" sein. Dort besteht für die Gäste die Gelegenheit, auch viele "ältere" Bekannte wiederzusehen und einmal mehr "Pfadfinder' zu er~ben. Ein großes Festprogramm wird dem Abschluss der internationalen Begegnung gerecht. Außerdem ist es uns wichtig, bei diesem Jubiläum der Verbundenheit mit Russland den entsprechenden Platz einzuräumen, die mittlerweile ein Teil der Stammesgeschichte geworden ist. Wir suchen zur Zeit noch Gastfamilien, die bereit sind, russischen Jugendlichen dieses "Erlebnis Deutschland" zu ermöglichen. Nähere Auskünfte erhalten Sie bei Frau Irmhild Betz-Haberstock, Telefon 07478 913113. Glockenläuten für den Frieden: Am Ostermontag 2010 erklangen zwischen 13 und 14 Uhr erstmals die einzelnen Glocken von St. Laurentius und der Erlöserkirche in Waldstetten zum Glockenläuten für den Frieden. Genau zur selben Zeit läuteten Glocken im Bistum Magdeburg, in Süd-Norwegen und in Russland (von Tutajev bis Wladiwostock, von Rybinsk bis Rostow am Don). Schwabenradio Ulm (SWR4) und die Abendschau (S3) brachten Interviews und Berichte von dieser Aktion. Der Osterbrauch aus Russland soll nun jedes Jahr am Ostermontag wie der »Emmaus-Gang« und die »Friedensmärsche« zur Besinnung auf höhere Werte und eine friedvollere Welt aufrufen. Mögen die Wünsche ihre heilende Wirkung entfalten! Weitere Informationen zu dieser Aktion bei der Vorsitzenden des "Fördervereins Kinderheim Malachowa in Tutajev / Russland e. V.", Irmhild Betz-Haberstock, Telefon 07478 913113. Der Vorstand des Fördervereins bedankt sich herzlich bei Pfarrer Geil und Pfarrer Krieg für ihre spontane Bereitschaft und Mitwirkung; ebenso den Pfadfindern vom Stamm »Eichhorn« und natürlich allen Besuchern. Mögen die Gebete und Wünsche ihre heilende Wirkung entfalten. Frühjahr 2010Glocken für den Frieden: 2009 war Irmhild Betz-Haberstock in Tutajev. Dort lernte sie die Tradition kennen, dass in der Osterzeit eine Woche lang die Kirchtürme der schönen russisch-orthodoxen Kathedralen für alle Menschen offen stehen. Jeder darf hochgehen und für seine Wünsche die Glocken läuten.Betz-Haberstock: "Ich war auch oben, bei eisigen Temperaturen und Schneesturm. Ich konnte mir gut vorstellen, wie der Klang der Glocken den Wünschen und Sehnsüchten der Menschen einen ganz besonderen Nachdruck verleiht, da sie diese laut in die Welt hinaus rufen." Die Vereinsvorsitzende Betz-Haberstock möchte mit ihren Mitstreitern diese russische Tradition 2010 Jahr nach Deutschland bringen und gemeinsam mit Freunden kräftig für den Frieden läuten! Ihr Aufruf lautet: "Jeder kann durch die Glocken eine eigene Bitte zur Bitte um Frieden mit einschließen. Läuten Sie selbst die Glocken in Ihrer Gemeinde oder Ihrer Stadt, so wie ich die Glocken in Russland zum Klingen brachte." Verschiedene Städte in anderen Ländern, haben bereits zugesagt. Passender Weise fällt in diesem Jahr das Osterfest nach dem julianischen und dem gregorianischen Kalender auf den gleichen Sonntag. Vielleicht gibt es ja noch andere Gruppen oder einzelne Menschen, die Freude daran haben, zusammen mit Freunden aus anderen Ländern Teil einer weltweiten Jugendbewegung zu sein, und ein klangvolles Zeichen für den Frieden zu setzen. In Russland hat der Verein schon Zusagen aus Tutajev und Vladivostok. In Krasnoarmejskoe (bei Novosibirsk, Sibirien) möchte eine Deutsch-Lehrerin die Aktion mit ihren Schülern durchführen. Jaroslawl und Rybinsk sind auch mit dabei. Teilnahme meldete auch eine begeisterte Frau aus Rostov-na-donu. Wenn auch Sie in Ihrer Kirchengemeinde mitmachen wollen, melden Sie sich bitte bei Irmhild Betz-Haberstock. ![]() ![]() ![]() Herbst 2009Wie Sie ja bereits wissen, sollte am "Freundschaftshaus Gebhard Betz" ein Schuppen angebaut werden, daraus wurde ein stattliches Gebäude. Dazu waren 12 Jugendliche und 2 Erwachsene diesen Sommer in Tutajev.Zusammen mit ebenso vielen russischen Jugendlichen wurde gearbeitet. Es gab zwei Projekte. Ein Teil der Jugendlichen arbeitete am Freundschaftshaus, ein kleinerer Teil in Malachowo, dort wurde am letzten bewohnten Holzhaus eine Veranda angebaut. Dieses deutsch-russische Gemeinschaftsprojekt wurde zusammen mit der Abteilung für Jugendaustausch, Gebietsregierung, in Jaroslawl finanziert. Für die Veranda in Malachowo wurden Fundamente gelegt, dann arbeiteten alle Jugendlichen zusammen am Freundschaftshaus. Doch aus dem geplanten Schuppen wurde ein Haus. Mit unglaublichem Einsatz wurde das Haus, zur Zeit noch ohne Fenster, in nur 10 Tagen fertiggestellt. Im Frühjahr 2010 fahren Elgard Schulz und Ewald Schuler mit einem Auto nach Tutajev, um das Haus soweit fertigzustellen, dass Jugendliche darin miteinander arbeiten können. Weitere Termine: Von 31.05.2010 bis 15.06.2010 laden wir russische Jugendliche ein, hauptsächlich Jugendliche, die am Haus mitgearbeitet haben. Übernachtungsplätze werden noch gesucht. Von 03.08.2010 bis 12.08.2010 werden deutsche Jugendliche in Tutajev am Freundschaftshaus weiterarbeiten. Wer hat Interesse mitzukommen? Für beide Treffen wurden Zuschussanträge gestellt. Frühjahr 2009Hilfstransport nach Tutajev/Russland ist wieder notwendigFast zwei Jahre ist es her, seit unser letzter Hilfstransport nach Tutajev fuhr. Bis vor kurzem sah es so aus, als ob diese Art von Hilfe nicht mehr notwendig wäre. Das zweite neue Haus des Kinderheimes in Malachowo ist fertig und bezogen, die Kinder sind überglücklich. Doch die Lage hat sich wieder geändert. Neu ist, dass das Kinderheim von Malachowa inzwischen jüngere Kinder ab 3 Jahren aufnehmen muss, bisher lag das Aufnahmealter bei 6-7 Jahren. Doch die Ausstattung des Kinderheimes ist nicht für Kleinkinder konzipiert. Die Heimgebäude sind mittlerweile überbelegt; früher lebten dort 36 Kinder, heute sind es 51. Um die Not zu lindern wurde auf der Hauptversammlung des Fördervereins im November beschlossen, bis zum Herbst 2009 den Versand eines Transports mit Kinderkleidern und anderem dringend Benötigtem vorzubereiten. Für das Verpacken und Lagern der Hilfsgüter stellt uns Herr Wolfgang Stadelmaier aus Straßdorf eine neu gebaute Halle zur Verfügung. Ganz herzlichen Dank hier an dieser Stelle. Ab Dienstag, den 13. Januar 2009, können wieder - jeden Dienstag und Samstag von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr - in Straßdorf Spenden für Tutajev abgegeben werden. Sie finden das Gebäude, Auf der Höhe 23, im neuen Industriegebiet in Straßdorf Richtung Rechberg, letzte Straße vor dem Ortsschild, in der zweiten Straße links. Frau Ortrud Betz und weitere Helferinnen werden ihre Spenden dort in Empfang nehmen. Bitte nur Waren abgeben, die vollkommen in Ordnung sind, Kleider müssen gewaschen und gebügelt sein. Bitte nichts vor der Türe abstellen. Angenommen werden Kleider und Schuhe gereinigt und zusammengebunden in allen Größen, Matratzen - auch 3-teilige, Decken, Bettwäsche, gerne auch weißfarbene, Badewäsche, Kinderbettchen, Kinderwagen, Spielsachen, Bügeleisen und vieles mehr. PC, Farbmonitore und Möbelstücke bitte mit Frau Ortrud Betz vorher absprechen. Sollte einmal von Ihrer Seite ein anderer Termin notwendig sein, oder wenn Sie Fragen haben, setzten Sie sich bitte rechtzeitig mit Frau Ortrud Betz Tel. 07171 42623 in Verbindung. Auch Geldspenden sind sehr willkommen, da wir nahezu alle Kosten selbst tragen müssen. Überweisungsträger und Spendenbescheinigungen halten wir bereit. Herbst 2008:Irmhild Betz-Haberstock wieder zu Besuch in Russland. Hier mit den Kindern im neuen, zweiten Haus (das durch die Unterstützung von»Ein Herz für Kinder« gebaut werden konnte), beim Basteln von Laternen und Weihnachtsschmuck.![]() ![]() Jahresrückblick 2007:Der Förderverein blickt voll Dankbarkeit auf das vergangene Jahr 2007 zurück: Mitte Mai konnten wir den vierten Sattelzug mit gespendeten Hilfsgütern nach Tutajev auf die weite Reise schicken. Im Juni fand das beliebte Hoffest auf dem Oberen Stollenhof in Rechberg statt. Ende August waren Jugendliche von "Galaktika" in Waldstetten zu Besuch und wurden von den Pfadis vom Stamm "Einhorn" gastlich aufgenommen. Der Liederkranz Waldstetten gab uns im Herbst die Gelegenheit, bei der Altpapiersammlung mitzuarbeiten. Im November wurden Kaffee und Kuchen beim Blumenparadies Welz zu Gunsten unseres Fördervereines verkauft. Des weiteren erhielten wir Spenden von Pfadfindern aus Bruchsal, von der ev. Kirchengemeinde in Rheydt und zuletzt im Dezember von Gymnasiasten aus Werl.Dass unsere Arbeit von so vielen Spendern und Helfern unterstützt wird, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und ermutigt uns, für die Völkerverständigung und ein friedliches Miteinander der Jugend in Europa zu arbeiten. So werden wir auch im nächsten Jahr das Kinderheim Malachowa begleiten und unterstützen. Daneben werden wir mit tatkräftiger Hilfe von Jugendlichen aus Tutajev dort das "Begegnungshaus G. Betz" weiter ausbauen. Allen Helfern, Gönnern und Spendern unseres Fördervereines wünschen wir im Namen unserer Freunde und der Kinder und Jugendlichen in Tutajev ein herzliches "Vergelt´s Gott", ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und frohes Jahr 2008. Wir trauern
Am Sonntag, 15. April 2007, verstarb unerwartet der Leiter und "Vater" des Kinderheimes Malachowa, Herr Anatoli Woronin. Wer ihn persönliche erlebt hat, weiß, wie dieser Mann, gebeugt von seinen Gebrechen, und doch mit Feuer im Herzen, für sein Kinderheim und die Kinder, sein Lebenswerk und seinen Lebensinhalt geworben und gelebt hat. Er war kein Bittsteller, sondern Botschafter seiner Kinder. Mit Weitblick und Verantwortung sorgte er für die Seinen. Anatoli verstand es, seine Besucher zu begeistern und kein Besuch endete ohne ein Fest. Die Erinnerungen an Anatoli wecken Gefühle der Dankbarkeit und Freude und sein Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer. |