Die Vorgeschichte

Irmhild S. Betz-Haberstock berichtet:

Gebhard Betz als junger Soldat"Gebhard Betz aus Waldstetten suchte Mitte 1990 eine russische Dolmetscherin, die ihm durch eine eigenständig formulierte Übersetzung während seines letzten Verhörs 1949 das Leben rettete. Fast 40 Jahre nach seiner Kriegsgefangenschaft fing er an, die Erlebnisse zu verarbeiten und dazu gehörte sein Dank an diese Frau.
Er schrieb an Dirk Sager (ZDF Korrespondent in Rußland), ob er ihm helfen könne, die Frau zu finden. Dirk Sager brachte einen Artikel über die Suche von Gebhard Betz in der Yaroslawler Zeitung, dem Ort des letzten Verhörs.

Gebhard Betz hat die Dolmetscherin bis heute nicht gefunden, aber es meldeten sich Menschen aus Tutajev, einer Nachbarstadt, die den Artikel gelesen hatten und dem Suchenden helfen wollten. Es entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Freundschaft, die bis heute anhält.
Gebhard Betz ist mein Vater.

1998 lernten wir den Rektor eines Kinderheims aus Malachowa, Anatoli Woronin, kennen.

Damals kurz vor dem Winter war die Heizungsanlage defekt, und er war verzweifelt, da er nicht wusste, wie er das Kinderheim im folgenden Winter warm bekommen sollte.

Durch eine spontane Sammelaktion konnten wir ihm helfen und die Heizung wurde repariert.
Da alle Gebäude in einem schlechten Zustand sind, gründeten wir unseren Förderverein, um die Hilfsaktion ausweiten zu können."